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RBB-WM 2018: Deutsche Damen holen sich verdient Bronze

Das Sommermärchen 2018 hat sein Happy End gefunden. In einem wahrhaften Krimi setzten sich die deutschen Damen am frühen Samstag Abend im Spiel um Platz drei bei der Rollstuhlbasketball WM in Hamburg gegen China hauchdünn mit 44:43 (6:10/23:28/36:37) durch und durften sich verdient mit Bronze dekorieren. Beste Werferin für die deutschen Farben wurde Kapitänin Mareike Miller mit insgesamt 19 Punkten.

Die deutschen Damen starteten zunächst gut in die Partie und setzten China sogleich mit einem 4:0 nach zwei Minuten unter Druck. China verteidigte hoch und agierte wie bereits das Team GB am Vortag mit einer aggressiven Presse gegen die ING DiBa Korbjägerinnen. Dies spiegelte sich schnell in einem 10:0 Lauf zum 4:10 (Min 9) für die Damen aus Fernost wider. Die Halbfinalniederlage vom Vortag hatte Spuren hinterlassen. Dies wurde vor allem in der offensiven Verunsicherung deutlich, die das Team Germany im weiteren Verlauf des Viertels an den Tag legte. Nach den schnellen Punkten zu Beginn konnte die deutsche Offensive bis zu Beginn des zweiten Viertels lediglich zwei weitere Punkte erzielen.
China erzwang einfache Ballverluste und die deutschen Damen ließen die sich bietenden Chancen unter dem Korb liegen. So stand es nach 13 gespielte Minuten 9:18 aus Sicht der deutschen Mannschaft und Martin Otto zog die Auszeit. Bis zur Halbzeitpause kam das Team Germany dann ein wenig besser in das Spiel und verkürzte den Rückstand wieder bis auf 5 Punkte zum 23:28 Pausenstand.

Die zweite Halbzeit eröffnete die deutsche Auswahl furios mit einem schnellen 5:0 Lauf zum 28:28 Ausgleich (Min 22). Und alles war auf Anfang. Nun sollte sich eine Partie entwickeln, die an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten war. Mit dem 34:33 (Min 28) holten sich die deutschen Damen die erste Führung seit Beginn des Spiels, wollten es aber nicht schaffen, sich im weiteren Verlauf etwas abzusetzen. Erst mit Beginn der Crunchtime gelang es, sich mit dem 43:39 (Min 37) ein wenig Luft zu verschaffen. Doch das Team aus China kam mit einem 4:0 Punkte Lauf nochmal zurück in die Partie. Die Zuschauer in der ausverkauften edel-optics.de Arena peitschten das Team Germany nach vorn und schließlich war es Mareike Miller, die mit einem von zwei verwandelten Freiwürfen die Mannschaft und auch die Fans erlöste und damit den Schlusspunkt zum 44:43 Bronzekrimi setzte. 

„Was für ein Spiel! Wahnsinn! Wir waren mit zehn Punkten hinten. Aber wir haben nicht aufgegeben und sind mit so viel Herz zurück gekommen. Unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat. Ich bin einfach so stolz“ so ein überglücklicher Martin Otto nach Spielende.

Deutschland: Mareike Miller (19), Marina Mohnen (17), Maya Lindholm (6), Katharina Lang (2), Johanna Welin, Anne Patzwald, Laura Fürst, Annabel Breuer, Barbara Groß, Svenja Mayer, Catharina Weiß

China: Tianjiao Lei, Xuejing Chen (4), Xuemei Zhang (14), Guidi Lyu (7), Yun Long (2), Haizhen Cheng, Suiling Lin (2), Jiameng Dai (4), Tonglei Zhang, Yan Yang, Wenli Chen, Xiaolian Huang (10)


WM-Kader der deutschen Damen Nationalmannschaft
(Nummer/Name/Jahrgang/Klassifizierung/Verein)

4 Mareike Miller 1990 4.5 BG Baskets Hamburg
5 Johanna Welin 1984 2.0 RBB München Iguanas
6 Catharina Weiß 2000 1.0 RSKV Tübingen
7 Anne Patzwald 1989 1.0 BG Baskets Hamburg
8 Katharina Lang 1993 4.5 University of Alabama
9 Laura Fürst  1991 2.0 RBB München Iguanas
11 Maya Lindholm 1990 2.5 BG Baskets Hamburg
12 Annabel Breuer 1992 1.5 RSV Lahn Dill
13 Svenja Mayer  1991 2.5 Rhine River Rhinos
14 Marina Mohnen 1978 4.5 Rhine River Rhinos
15 Barbara Groß  1993 4.5 University of Alabama

Headcoach: Martin Otto
Co-Trainer: Janet McLachlan
Teammanager: Andreas Ebertz
Physiotherapeutin: Julia Erhard
Physiotherapeutin: Hannah Salzer
Teambetreuerin: Silke Otto
Techniker: Dennis Nohl

  Kommissarische Leitung

Dr. jur. Hubert Erhard

Unternehmenskommunikation und Marketing

  040 7306-1821   040 7306-2305 h.erhard@bgk-hamburg.de