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International Congress for Athlete Brain Health

Die internationale Konferenz der Athlete Brain Health Fondation zum Thema „Hirngesundheit bei Leistungssportlern“, bei der ebenfalls Experten vom Concussion Center des BG Klinikum Hamburg vertreten waren, gibt den Startschuss für eine weltweite Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sportneurologie.

Leistungssportler*innen sind je nach Sportart mit spezifischen Herausforderungen und Risiken konfrontiert, die ihre sportliche Leistungsfähigkeit, aber auch ihre Gesundheit in erheblichem Maße gefährden oder einschränken können. Mentale und kognitive Beeinträchtigungen aufgrund von Stress oder Verletzungen des Nervensystems (z.B. Concussion) spielen hier eine große Rolle.  Wiederholte schädigende Ereignisse oder wenig beachtete und nicht adäquat behandelte Beschwerden können zu dauerhaften Langzeitfolgen oder frühzeitigem Karriereabbruch führen.  Demgegenüber findet bisher aus unterschiedlichen Gründen eine entsprechende zielgerichtete medizinische Unterstützung der Sportler*innen bei sehr unterschiedlichen Versorgungsstrukturen in den einzelnen Sportarten und Ländern nicht in dem erforderlichen Maße statt.

Rege Teilnahme - zum Kongress erschienen Experten auf dem Gebiet der Sportneurologie aus der ganzen Welt.

Auf Einladung der amerikanischen Athlete Brain Health Fondation fand deshalb vom 17.-19.10.2019 in Park City, Utah USA, einem der wichtigsten Leistungszentren des amerikanischen Skisportverbandes, eine internationale Konferenz zum Thema „Hirngesundheit“ bei Leistungssportlern statt. Dr. A. Gonschorek, Chefarzt des Neurotraumatologischen Zentrums, war als Experte zum Thema Gehirnerschütterungen eingeladen. Das BG Klinikum Hamburg mit seinem Concussion Center, berät und behandelt seit Jahren erfolgreich Leistungssportler verschiedener Sportarten wie Eishockey oder Boxen bei Prävention und Behandlung von Schädel-Hirn Traumata. 

Internationale Experten, u.a. aus Großbritannien, Japan und eben Deutschland diskutierten zunächst in verschiedenen Arbeitsgruppen und dann mit allen Teilnehmern über Themen wie z.B. Concussion-Management, Langzeitfolgen von Schädel-Hirn-Traumen, spezifische Aspekte der Behandlung von Schmerzen, Schlafstörungen sowie psychischer Störungen im Leistungssport. Dabei standen sowohl die Darstellung des aktuellen Wissens als auch zukünftige Entwicklungen in der Behandlung und Forschung im Fokus des fachlichen interdisziplinären Austausches zwischen  Neurologen, Neurochirurgen, Neuropsychologen, Physiotherapeuten u.a.

Die Konferenz stellte dabei erst den Startpunkt für eine vereinbarte weiterführende internationale Zusammenarbeit in definierten Arbeitsgruppen dar.  Übereinstimmend wurde von allen Teilnehmer*innen die große Bedeutung der Sportneurologie für eine umfassende medizinische und präventive Betreuung und Behandlung von Sportler*innen bekräftigt. Dies spiegelte sich auch in der  Gründung der American Association of Sportsneurology am Ende der Konferenz wider.

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Christiane Keppeler

Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing

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