Brain Check

Brain Check

Das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) gehört zu den häufigen, aber auch komplexen Verletzungsmustern bei Arbeits- und Wegeunfällen. Die Vielzahl möglicher Schäden nach einer Kopfverletzung erfordert daher eine äußerst präzise und umfassende Diagnostik – nur so kann eine optimale und nachhaltige Rehabilitation der Versicherten sichergestellt werden. Schon ein leichtes SHT birgt viele Risiken, wenn weniger offensichtliche neurologische Verletzungen nicht rechtzeitig erkannt werden und unbehandelt bleiben. Die persönlichen und wirtschaftlichen Folgen sind oftmals gravierend: Berufsunfähigkeit, Frührente und jahrelange Fehlbehandlung.
Brain Check wirkt diesem Risiko für Versicherte und Versicherungen entgegen: Durch umfassende systematische und spezifische Untersuchungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma ermöglicht das neue BG-Diagnostikverfahren eine Therapieoptimierung und damit einen größtmöglichen Heilerfolg für die Versicherten sowie eine signifikante Kostenreduktion im GUV-Bereich.

Das Problem

In diagnostischen Routineverfahren wird die Schwere von Hirnverletzungen häufig unterschätzt. Das führt nicht selten dazu, dass Hirnverletzte keine ausreichend umfassende und dem Verletzungsmuster entsprechende Rehabilitation erhalten. Dies erschwert zum Teil erheblich die soziale und berufliche Wiedereingliederung.

Hilfe durch Brain Check

Bei fortbestehenden Beschwerden und anhaltender Arbeitsunfähigkeit nach scheinbar leichten Hirnverletzungen dient das Brain Check Verfahren zur Neubewertung. Es kann auch eingesetzt werden, um im Behandlungsverlauf von schweren Schädel-Hirn-Traumen die Funktionsstörungen zu reevaluieren. So können entscheidende Weichen schon vor der ersten Rentenbegutachtung gestellt werden.

Leistungsangebot

Durchgangsärzte und Reha-Manager der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) können Versicherte zum Brain Check-Verfahren - auch kurzfristig - anmelden. Die wichtigste Zielgruppe bilden Versicherte mit scheinbar leichtem Schädel-Hirn-Trauma, die über anhaltende Beschwerden klagen oder arbeitsunfähig sind. Das stationäre Brain Check Verfahren dauert ein bis zwei Wochen. Sämtliche Untersuchungen, Tests und Konsultationen werden in interdisziplinären Teamsitzungen aller beteiligten Fachbereiche analysiert, zu einem individuellen Gesamtbild zusammengefasst und vom behandelnden Neurologen präzise ausgewertet. Der behandelnde Neurologe präsentiert die Ergebnisse in einem Abschlussgespräch mit Versicherten und Reha-Manager. Alle Beteiligten planen die weiteren notwendigen Maßnahmen.

Klinische Untersuchungen

 Radiologische Untersuchungen
  • MRT (Magnetresonanztomographie, gegebenenfalls mit Darstellung der hirnversorgenden Arterien)
  • CCT (Craniale Computertomographie)
 Elektrophysiologische Untersuchungen
  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • SEP (Somatisch evozierte Potenziale)
  • VEP (Visuell evozierte Potenziale)
  • AEP (Akustisch evozierte Potenziale)
  • EMG (Elektromyographie), ENG (Elektroneurographie)
  • MEP (Motorisch evozierte Potenziale)

 

 

Neuropsychologische Untersuchungen

Psychotraumatologische Konsultationen 

Psychiatrische Konsultationen

Ultraschallverfahren

 Spezielle Untersuchungen bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Posturographie
  • Elektronystagmographie
  • Bestimmung der Subjektiven Vertikalen (SVV)
  • Bestimmung der Vestibulären Evozierten Potentiale (cVEMP, oVEMP)
 Individuell angepasste Untersuchungen
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Arbeitstherapie
  • Konsultation anderer klinischer Fachrichtungen

Analyse der körperlichen und psychischen Leistungs- und  Arbeitsfähigkeit in Kooperation mit dem verantwortlichen  BG-Reha-Management

 Vorteile durch Brain Check
  • Überprüfung der Rehabilitationsergebnisse von BG-fremden Kliniken
  • Feststellung relevanter neurologischer Defizite und rechtzeitige Einleitung stationärer Reha-Maßnahmen
  • frühzeitige interdisziplinäre Gesamtbeurteilung des Versicherten
  • Abgrenzung organischer und psychischer Ursachen
  • Abgrenzung von Unfallfolgen und unfallunabhängigen Symptomen

Die gesetzliche Unfallversicherung sorgt mit allen geeigneten Mitteln für die vollständige medizinische und soziale Rehabilitation ihrer Versicherten - Brain Check hilft bei den richtigen Entscheidungen.

  Chefarzt

Dr. med. Andreas S. Gonschorek

  Verantwortlicher Oberarzt

Dr. med. Karsten Baethge

Oberarzt NTZ

Sekretariat:
Dorothee Ludlage

  040 7306-2767   d.ludlage@bgk-hamburg.de